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Wie trifft man die Entscheidung, einen älteren Angehörigen in ein Pflegeheim zu geben?

GAYA Content TeamGeprüft von unserer Gründerin

Die Entscheidung für ein Pflegeheim für einen älteren Angehörigen wird in der Regel getroffen, wenn ein Sicherheitsrisiko, ein steigender Pflegebedarf oder die körperliche/emotionale Erschöpfung der pflegenden Angehörigen zusammenkommen. Diese Entscheidung sollte nicht in einem einzigen Moment, sondern am Ende eines Prozesses getroffen werden, der offen innerhalb der Familie besprochen wird und in den der ältere Angehörige möglichst einbezogen wird. Den richtigen Zeitpunkt und die richtige Einrichtung zu bestimmen, ist der wichtigste Schritt, um sowohl die Sicherheit Ihres Angehörigen als auch den Frieden innerhalb der Familie zu bewahren.

Die emotionale Last, die diese Entscheidung erschwert

In der türkischen Familienkultur ist die Vorstellung, einen älteren Menschen von zu Hause in eine Einrichtung zu geben, oft mit der Angst verbunden, als „Verantwortungsflucht“ oder „mangelnde Fürsorge“ wahrgenommen zu werden. Die Realität ist jedoch meist das Gegenteil: Familien, die diese Entscheidung in Erwägung ziehen, tun dies in der Regel, weil sie ihrem Angehörigen ein professionelles Pflegeniveau in einem fachkundigen Umfeld bieten möchten, das sie zu Hause nicht leisten können. Diese emotionale Last anzuerkennen, ist der erste Schritt, um die Entscheidung auf gesunde Weise treffen zu können.

Anzeichen dafür, dass die Zeit gekommen ist, über die Aufnahme in eine Einrichtung nachzudenken

Wenn mehrere der folgenden Situationen gleichzeitig auftreten, könnte die Zeit gekommen sein, sich mit einer professionellen Einrichtung in Verbindung zu setzen:

  • Sicherheitsrisiken wie Stürze oder vergessene Herdplatten/Türen häufen sich
  • Tägliche Bedürfnisse wie Medikamenteneinnahme, Ernährung oder Hygiene werden regelmäßig vernachlässigt
  • Die pflegende Person (meist Ehepartner oder Kind) ist körperlich oder emotional erschöpft und vernachlässigt die eigene Gesundheit
  • Aufgrund von Alzheimer, Demenz oder einer ähnlichen Situation ist eine 24/7-Überwachung erforderlich
  • Der ältere Mensch zieht sich sozial zunehmend zurück, wenn er allein zu Hause ist
  • Nach einer Operation oder einem Gesundheitsproblem kann zu Hause keine sichere Genesungsumgebung gewährleistet werden

Wie spricht man diese Entscheidung mit dem Angehörigen?

Machen Sie diese Entscheidung möglichst zu einem Prozess, an dem Ihr Angehöriger beteiligt ist. Statt die Entscheidung aufzuzwingen, teilen Sie Ihre Sorgen mit und besuchen Sie gemeinsam Einrichtungen; eine Umgebung, die er mit eigenen Augen gesehen hat, erleichtert ihm die Akzeptanz der Entscheidung. Sprechen Sie offen, aber einfühlsam darüber, dass der Prozess nicht vorübergehend, sondern dauerhaft sein könnte, und holen Sie auch seine Meinung zu Themen wie Besuchshäufigkeit und Kommunikationsform ein. Diese Beteiligung erleichtert auch den Eingewöhnungsprozess nach der Aufnahme erheblich.

Wie geht man mit Schuldgefühlen um?

Schuldgefühle sind ein nahezu unvermeidlicher Teil dieses Prozesses, aber es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass dieses Gefühl nicht bedeutet, dass die Entscheidung falsch ist. Die 24/7-Fachüberwachung, die regelmäßigen sozialen Aktivitäten und die sofortige Intervention im Notfall, die Sie zu Hause nicht bieten können, über eine Einrichtung sicherzustellen, ist tatsächlich eine andere Form der Erfüllung Ihrer Verantwortung. Eine transparente Kommunikation mit der gewählten Einrichtung — regelmäßige Informationen, bei Bedarf das Teilen von Bildern — ist einer der wichtigsten Faktoren, um dieses Schuldgefühl zu verringern.

Die Wahl der richtigen Einrichtung erleichtert den Prozess

Der kritischste Schritt nach der Entscheidung ist die Wahl der richtigen Einrichtung. Wie Sie Kriterien wie Zulassungsstatus, erfahrenes Personal, Hygienestandards und transparente Kommunikation mit der Familie bewerten, haben wir in unserem Artikel Worauf sollte man bei der Wahl eines Pflegeheims achten? ausführlich behandelt. Als GAYA Huzurevi legen wir mit unserer über 25-jährigen Erfahrung Priorität darauf, Familien in diesem herausfordernden Prozess sowohl emotional als auch praktisch zu unterstützen; gerne setzen wir uns mit Ihnen über einen unserer Standorte in Verbindung und bewerten Ihre Situation gemeinsam.

Häufig gestellte Fragen

Mein Angehöriger akzeptiert diese Entscheidung nicht — was soll ich tun?

Versuchen Sie, statt die Entscheidung aufzuzwingen, die Einrichtung gemeinsam zu besuchen und seine Sorgen anzuhören. Meist verringert es Vorurteile, die Einrichtung vor Ort zu sehen und die Gelegenheit zu haben, sich mit anderen dort lebenden Menschen auszutauschen.

Kann die Entscheidung zur Aufnahme rückgängig gemacht werden?

Ja, viele Familien entscheiden sich zunächst für eine Probezeit. Es ist wichtig, mit der von Ihnen kontaktierten Einrichtung zu klären, wie der Prozess abläuft und ob eine Probemöglichkeit besteht.

Wann lässt das Schuldgefühl nach?

Dieses Gefühl lässt in der Regel nach, je regelmäßiger und transparenter die Kommunikation mit der Einrichtung ist und je mehr Sie die Lebensqualität Ihres Angehörigen dort beobachten. Regelmäßige Besuche und offene Kommunikation beschleunigen diesen Prozess.

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